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Baugenehmigung für den Bau Ihrer Terrassenüberdahung

Baugenehmigung Terrassenüberdachung

Alle Infos zur Baugenehmigung Überdachung in Deutschland

Baugenehmigung Überdachung Die Herausforderungen des Baurechts 

Baugenehmigung Überdachung Wenn jeder an jedem Ort nach Belieben bauen dürfte, würden unsere Städte und Dörfer wahrscheinlich im Chaos versinken. Daher gibt es in Deutschland – auch wenn es manchmal lästig erscheint – eine Vielzahl von Rechtsnormen, die das Bauen regeln. Dieses Regelwerk wird als Baurecht bezeichnet und unterteilt sich in öffentliches und privates Baurecht.

 

Relevanz beider Bereiche für Ihr Bauvorhaben

Für Ihr Bauvorhaben sind beide Bereiche von Bedeutung, einschließlich der Nachbarrechte des privaten Baurechts sowie des bundesweiten Bauplanungsrechts und des länderspezifischen Bauordnungsrechts des öffentlichen Baurechts. Dazu kommen öffentlich-rechtliche Vorschriften des Baunebenrechts. Auch wenn dies zunächst nach viel Juristerei klingen mag, ist es nicht notwendig, alle Details zu kennen. Auf Wikipedia erhalten Sie einen angemessenen Überblick über die Thematik.

 

Nicht jeden Paragraphen auswendig lernen

Nicht jeder Paragraph des Baurechts muss auswendig gelernt werden. Wichtig ist jedoch, dass Bauvorhaben grundsätzlich nicht gegen die Vorgaben dieser Gesetze verstoßen dürfen. Die örtlichen Bauämter sind dafür zuständig, die Rechtmäßigkeit eines Baus vorab zu prüfen und idealerweise eine Genehmigung zu erteilen. Zum Glück hat die Bürokratie auch ihre Grenzen – nicht jedes kleinste Bauprojekt bedarf einer offiziellen Baugenehmigung Überdachung.

 

Wann ist eine Genehmigung erforderlich?

Die Antwort darauf ist eindeutig: Es kommt darauf an. Wenn Sie Ihre Terrasse nur mit einer Markise oder einem Sonnensegel ausstatten, müssen Sie niemandem Rechenschaft ablegen und können sofort loslegen. Der Bau einer festen Überdachung ist hingegen ein anderer Fall. Hierbei handelt es sich um eine Umbau- bzw. Ausbaumaßnahme an einem bestehenden Gebäude, was den Spielraum für eine Genehmigungsfreiheit begrenzt. Dies gilt auch für Terrassenüberdachungen, die frei im Garten stehen.

 

Ob Sie für Ihr Vorhaben eine offizielle, bauamtliche Genehmigung benötigen, hängt im Wesentlichen von zwei Faktoren ab:

 

Das Bundesland, in dem Sie leben.

Die Abmessungen der geplanten Überdachung.

Die Notwendigkeit einer solchen Genehmigung ist in den Bauordnungen der Bundesländer geregelt.

 

Entscheidende Fragen

Es geht also um folgende Fragen:

 

Wo möchte ich bauen?

Entscheidend ist, dass die baurechtlichen Vorgaben – abgesehen vom Bauplanungsrecht – nicht bundesweit einheitlich sind. Sie variieren je nach Bundesland. Daher ist es möglich, dass Ihr Kollege aus dem Nachbardorf eine vergleichbare Überdachung baut wie Sie, jedoch andere Voraussetzungen erfüllen muss. Oder der örtliche Bebauungsplan enthält einschränkende Festsetzungen. Hierzu sollten Sie sich kurz bei Ihrem Bauamt erkundigen. Ein Tipp: Auf aemter.org finden Sie eine ausführliche Liste mit Kontaktdaten der meisten Bauämter Deutschlands.

 

Wie groß möchte ich bauen?

Abhängig vom Bundesland ist auch entscheidend, ob Sie einen „räumlichen Freibetrag“ haben, bis zu dem Sie eine Terrassenüberdachung genehmigungsfrei bauen dürfen. Eine Baugenehmigung Überdachung  ist nur erforderlich, wenn Ihr geplantes Bauvorhaben größer ist als der räumliche Freibetrag. In Bayern benötigen Sie beispielsweise nur dann eine Baugenehmigung, wenn Ihre geplante Terrassenüberdachung eine Fläche von 30 m² und eine Tiefe von 3 m überschreitet. Da es jedoch erhebliche Unterschiede geben kann und sich Vorschriften gelegentlich ändern, heißt es vor Baubeginn: nachfragen!

 

Worauf es hinsichtlich einer Baugenehmigungspflicht nicht ankommt, ist das Material der Terrassenüberdachung. Ob Sie Ihr Dach aus Holz, Glas oder Aluminium bauen und ob es auf Holz- oder Metallpfeilern steht, ist für die Genehmigung nebensächlich.

 

Welche Richtlinien für die Baugenehmigung Überdachung  gibt es in meinem Bundesland?

Die Vorschriften für Bebauungen im heimischen Garten variieren von Bundesland zu Bundesland. Im Folgenden können Sie nachlesen, welchen räumlichen Freibetrag es in Ihrem Bundesland gibt und somit erfahren, ob Sie für Ihr Bauvorhaben eine Baugenehmigung benötigen.

 

Falls Ihre geplante Terrassenüberdachung den räumlichen Freibetrag in Ihrem Bundesland überschreitet und Sie somit eine Baugenehmigung benötigen, nutzen Sie unseren Bauantragsservice. Unsere Experten stellen Ihnen alle nötigen Unterlagen zusammen.

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Freiheit ohne Genehmigung bedeutet nicht Narrenfreiheit

Angenommen, Sie planen den Bau einer Terrassenüberdachung in München mit einer Fläche von 25 m² und einer Tiefe von 2 m, ohne dabei eine Genehmigung einholen zu müssen – bedeutet das, dass Sie nach Belieben handeln können? Nein! Selbst wenn Ihr Bauvorhaben genehmigungsfrei ist, ist es ratsam, sich mit dem örtlichen Bauamt in Verbindung zu setzen und Ihr Vorhaben vorzutragen.

 

Vorschriften trotz Genehmigungsfreiheit

Auch für genehmigungsfreie Bauvorhaben gelten die öffentlich-rechtlichen Vorschriften der jeweiligen Gemeinde und der Bauordnung. Sie müssen daher Aspekte wie die Gestaltungssatzung, den Bebauungsplan, Schneelastgrenzen, Brandschutz oder Denkmalrecht berücksichtigen. Zudem müssen Sie den Mindestabstand zu Nachbargrundstücken einhalten – meist sind das drei Meter – und sicherstellen, dass die hinter der Überdachung liegenden Gebäuderäume ausreichend belüftet und belichtet sind.

 

Beachtung der Nachbarschaft

Eine häufig gestellte Frage betrifft die Beziehung zu den Nachbarn: Müssen Sie Ihren Nachbarn um Zustimmung bitten, oder können Sie ihre Einwände einfach ignorieren? Weder noch. Idealerweise haben Sie als Bauherr ein gutes Verhältnis zu Ihren Nachbarn und können eine friedliche Einigung erzielen. Besonders dann, wenn die vorgeschriebenen Grenzabstände nicht eingehalten werden können, beispielsweise bei einem Reihenhaus, benötigen Sie die schriftliche Zustimmung Ihrer Nachbarn. Auch wenn Sie die rechtlichen Vorgaben einhalten, können Nachbarn theoretisch Widerspruch einlegen. Dieser hat jedoch keine aufschiebende Wirkung und ist bei Einhaltung der Vorschriften wenig aussichtsreich.

 

Antragsstellung bei Bedarf

Wenn Ihr Bauvorhaben nicht unter die Genehmigungsfreiheit fällt, müssen Sie einen Antrag für eine Baugenehmigung stellen. Hierzu benötigen Sie einen qualifizierten Entwurfsverfasser mit Bauvorlageberechtigung für Ihr Bundesland.

Baugenehmigung Terrassenüberdachung

Bauen ohne Genehmigung: Welche Konsequenzen drohen?

Die Devise, ohne vorherige Genehmigung zu bauen, ist ausdrücklich abzuraten. Ein Bau, der eine vorherige behördliche Genehmigung erfordert hätte, kann nicht nur zu einem empfindlichen Bußgeld führen – im schlimmsten Fall droht sogar die Auflage zum Rückbau, also zur vollständigen Entfernung der Terrassenüberdachung. Damit wären die investierte Zeit, Kosten und Mühe für den Anbau völlig umsonst gewesen.


Gibt es die Möglichkeit einer nachträglichen Genehmigung?

Angenommen, Sie haben bereits gebaut und kommen erst jetzt auf die Idee, dass für Ihr Bauprojekt möglicherweise eine offizielle Genehmigung erforderlich ist. Keine Panik – in der Regel besteht die Möglichkeit, auch nachträglich eine Genehmigung zu beantragen. Entscheidend für eine nachträgliche Bewilligung ist, ob das Bauvorhaben überhaupt genehmigungsfähig ist.